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American Star auf Fuerteventura

Am Playa de Garcey im Westen Fuerteventuras liegt das Wrack der American Star. Auch heute noch ist das Wrack des Dampfschiffes bei Ebbe vom Strand aus zu sehen.

Das Dampfturbinenschiff "America" wurde 1939 in Betrieb genommen und war für den  Passgierverkehr auf dem Nordatlantik vorgesehen. Später wurde es als Militärtransporter und Kreuzfahrtschiff genutzt. Nach langen Jahren im Dienst, und der Ausmusterung sollte es in den neunzigern eine neue Bestimmung bekommen. 1992 wurde das Schiff in American Star umbenannt und sollte nach Phuket in Thailand geschleppt werden. Dort war geplant es in ein schwimmendes Hotel umzubauen. Um den Wasserwiderstand zu verringern wurden die Propeller vom Schiffsrumpf entfernt. Auf dem Weg von Eleusis in Griechenland nach Thailand geriet der Schlepperverband am 15. Januar 1994 vor der Küste Fuerteventuras in Seenot. Bei starkem Sturm von bis zu 12 Windstärken und über 10m hoher Ozeanbrandung rissen die Taue und das Schiff trieb auf die Küste von Fuerteventura zu, wo es in der Bucht von Garcey auf Grund lief. Die vier Besatzungsmitglieder konnten zuvor mit einem Hubschrauber evakuiert werden.

Ein Stück der American Star guckt bei Ebbe aus dem Wasser 

Die Harvarie ist in vielfacher Hinsicht tragisch. Bei dem Versuch Wertgegenstände aus dem Wrack zu bergen starben einheimische Fuerteventuras. Anfangs lag noch das gesamte Wrack in der Mitte gebrochen auf Grund und war sehr gut von Land aus zu sehen. Das Schiffswrack der American Star gehörte in dieser Zeit zu den Sehenswürdigkeiten Fuerteventuras. Im Laufe der Jahre setzten starke Brandung und Salzwasser dem Schiffswrack heftig zu. So das im Jahr 2007 der letzte Teil des Wracks ins Meer abrutschte. Seit dem sieht man nur noch bei Ebbe letzte Teile des Rumpfes aus dem Wasser ragen. Auch bei schwacher Brandung ist die Stelle, an der die American Star gesunken ist auf Grund von Strömung und scharfkantigen Metallresten gefährlich. Abenteuerlustige sollten sich deshalb mit einem Blick von Land bei Ebbe auf die Metallreste begnügen. Viele Fotos auf Ansichtskarten zeigen das Wrack, das seinerzeit ein beeindruckendes Schauspiel bot, als es als Wellenbrecher aus der starken Brandung der Westküste hervorragte. Irgendwie schade, dass nur noch ein kleiner Teil übrigbliebt. Es war ein sensationeller Anblick.