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Vega de Rio Palmas

Der kleine Ort im Landesinneren ist vor allem für die Iglesia Nuestra Senora de la Pena bekannt und birgt ein Stück Fuerteventurainische Geschichte.

Der Weg von Pajara nach Betancuria führt durch das Tal der Tausend Palmen. Dieses Tal gilt als der wasserreichste Ort der gesamten Insel, weshalb hier schon die ersten Einwohner Fuerteventuras sich hier niederließen, um Ackerbau und Viehzucht zu betreiben. Im steinigen Herzen des Tals fliest an regenreichen Tagen ein kleiner Bach in dem ansonsten ausgetrockneten Flussbett. (Der feste Granitstein der steilen Wände im Tal ist übrigens ideal für Sportkletterer). Pilger wandern auch heute noch zu der kleinen Felsenkapelle unterhalb des ausgetrockneten Stausees, in der man traditionell einen persönlichen Gegenstand von sich selbst hinterlässt.

Die Schlucht und die Schutzpatronin der Eroberer

Um die Kapelle und ihre größere Schwesterkirche in dem benachbarten Dorf Vega de Rio Palmas gibt es eine interessante Geschichte, die für Fuerteventura von großer Bedeutung ist: Die Geschichte der Marienstatue Virgen de la Pena. Die kleine Statue der Heiligen Jungfrau wurde von den Bewohnern der Gegend um 1550 gefunden. Der erste Eroberer der Insel, Jean de Bethencourt, hat sie persönlich als Glücksbringer nach Fuerteventura gebracht. Zum Schutz vor Piraten wurden die Statue im 15. Jahrhundert versteckt und galt lange Zeit als Verschollen. Sowohl die kleine Felskapelle am Fuß des Stausees, als auch die Kirche Iglesia Nuestra Senora de la Pena in Vega de Rio Palma, wurden zu Ehren dieser kleinen Marienstatue errichtet. Im oberen Teil der steinigen Schlucht befindet sich der verlandete Stausee, welcher bei starken Regenfällen mit einer Mischung aus Wasser und Schlamm gefüllt ist. In den meisten Monaten des Jahres ist er jedoch trocken und begehbar. Die aufgeplatzte Erde ist ein interessantes Fotomotiv.

Unser Tipp: Das Tal der 1000 Palmen

Viele der auf unserer Seite angebotenen Inselrundfahrten halten im Tal der tausend Palmen, zum Beispiel die Individual Inselrundfahrt in den Norden der Insel oder die Fahrradtour von Betancuria.