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Costa Calma im Osten Fuerteventuras

Costa Calma ist wieder ruhiger dank Baustopp und Ortsumgehung

Costa Calma gehört mit seinen 40 Lenzen eher zu den jüngeren Ortschaften auf Fuerteventura. Die ersten Siedler Costa Calmas waren Ausländer die von der Ruhe und Einsamkeit dieser paradiesischen Strandregion fasziniert waren. Das Gebiet im Norden der Halbinsel Jandia war bis weit in die 1960er Jahre eine menschleere, wüstenartige Landschaft gesäumt von 24km langen weißen Sandstränden und vom Rest der Insel abgeriegelt durch einen Zaun mit Wachposten. Ohne für Fischereihäfen interessante Buchten und ungeeignet für Landwirtschaft begann durch den Verkauf des Landes an Investoren aus England, Spanien und Deutschland die Geschichte des Ortes.

Das Wrack der America Start vor der Küste Fuerteventuras


Insbesondere deutsche und spanische Investoren formten in den folgenden Jahren den Ort der zu Beginn noch als autofreie Künstlerkolonie gedacht war. Noch Mitte der 1980er Jahre bestand Costa Calma aus wenigen Hotels, Bungalowanlagen und Ferienhäusern. Das lange Zeit einzige Restaurant des Ortes war die Taverna Costa Calma an deren Stelle heute die Tankstelle von Costa Calma liegt. Von hier führte eine Schotterpiste zu den Orten Jandia und Morro Jable die oft nur einige wenige Autos am Tag befuhren. Der Tourismusboom der ab Mitte der 1980er Jahre begann und sich in den 1990er Jahren durch günstige Flugpreise und den Preiskampf der Reiseanbieter noch verstärkte, bescherte Costa Calma in den 1990er Jahren einen Wachstumsschub. Fast im Zeitraffer wuchs die Zahl der Hotelbetten und Ferienanlagen.

Zugegeben, nicht alles wurde in dieser  Zeit so sorgfältig und nachhaltig geplant wie der künstlich angelegte Wald aus Palmen und kanarischen Kiefern, der mit seinen schattigen Fußwegen zum spazieren gehen einlädt. Der Ort ist zersiedelt und hat kein richtiges Zentrum. Trotzdem: Die endlosen weißen Sandstrände und das azurblaue Wasser haben an ihrer Anziehungskraft nichts verloren. Dank strenger Auflagen der lokalen Gemeinde ist es mittlerweile nicht mehr möglich weitere Hotels zu bauen. So muss sich der Tourismus auf vorhandene Ressourcen stützen und die Zahl der Bausünden bleibt überschaubar.

Auch heute noch findet jeder Urlaub in Costa Calma sein eigenes Stück Fuerteventura – die endlose Weite von Strand und Ozean ist auch in der Hauptsaison zu spüren. Niemand muss sich am Strand drängeln. Wer den Strand entlang geht, findet Ruhe, Entspannung, Sonne, und Freiheit für sich allein. Weiter südlich findet man an der Playa Risco del Gato einen der schönsten Strandabschnitte Fuerteventuras gesäumt von hohen Wanderdünen.

TIPP  Etwa 30 Minuten zu Fuss zwischen der Playa Esmeralda und der Playa Barca ist eine für Fuerteventura einzigartige Gezeitenlagune, die bei Flut auf fast 4 Kilometer Länge aus brusthohem, blauem Wasser besteht. Traumhaft.



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