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Wind - das berühmteste Kind der Insel

Am geringsten sind die Passatwinde von September bis März

Auch wenn man an einigen Tagen im Juli und August den Eindruck gewinnen könnte: Fuerteventura heißt auf spanisch nicht starker Wind. "Fuerte" heißt übersetzt zwar stark. Der Begriff "aventura" bedeutet wahrscheinlich Abenteuer. Somit kann man Fuerteventura mit "großes Abenteuer" übersetzen. Vermutlich basiert der Inselname auf dem fränzösischsprachigen Entdecker Jean IV. de Béthencourt ("forte aventure"). Fuerteventura ist trotzdem windig. Nicht so sehr wie Kapstadt im Sommer oder Tel Aviv im Winter, aber windig. Schuld daran ist der Passatwind; ein starker Wind aus dem Nordwesten, der sich insbesondere in den Sommermonaten an Fahrt aufnimmt. Durch die vergleichsweise niedrigen Berge der Insel gibt es wenig, was diese kräftigen Passatwinde bremst. Dadurch ist der Wind auf Fuerteventura im Vergleich zu den anderen, höheren Inseln der Kanaren immer etwas stärker. Die vergleichsweise niedrigen Berge erklären auch eine weitere Besonderheit Fuerteventuras - das trockene Klima. Fuerteventura hat mit statistischen neunzehn (19! Von 365!) Regentagen den meisten Sonnenschein und wenigsten Niederschlag der Kanarischen Inseln.

Bedingt durch geographische Besonderheiten gibt es auf Fuerteventura Strände und Orte mit unterschiedlich starkem Wind. So ist der Wind im Istmo de La Pared immer etwas kräftiger als auf dem Rest der Insel. Die schmalste Stelle Fuerteventuras zwischen La Pared und Costa Calma ist nur 5 Km breit und wird auf beiden Seite durch hohe Berge flankiert. Die Berge bilden einen Windkanal, der wie eine Düse einen schnellen Austausch der Luftmassen von West- zu Ostseite und umgekehrt hervorbringt. Windsurfer lieben deshalb die langen Strände der Gezeitenlagune südlich von Costa Calma. Sie liegt genau in der Schneise, was ihr zu Weltruhm hinsichtlich der konstanten Windbedinungen beschert hat - schliesslich bündel der Kanal auch schwächeren Wind. Abhängig der Jahreszeit gibt es Monate mir mehr oder weniger Wind auf Fuerteventura. Als die Monate mit dem stärkstem Wind gelten April bis August. September bis März gelten als weniger windig und es gibt natürlich auch häufig komplett windstille Tage.

Ein besonderes Wind-Phänomen ist der Kalima. Der Kalima ist ein heißer Ostwind aus der Sahara. An Tagen mit Kalima kann die Temperatur sprunghaft um bis zu 10 Grad Celsius ansteigen. Dann trübt feiner sandiger Staub, den der Wind mit sich führt, den Himmel teilweise soweit, dass er gelb oder sogar orange aussieht. Das geht aber schnell vorbei und ist gesundheitlich unbedenklich. ODer sagen wir es mal so: Wer ein Cabrio gemietet hat, sollte aufpassen, wo er an diesen Tagen parkt.

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