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Haie rund um Fuerteventura

Der Jäger wird selbst gejagd und - wenn es so weiter geht - global ausgerottet

In der Geschichte der Kanarischen Inseln gibt es keinen Fall einer Attacke von einem Hai auf einen Menschen. Entgegen der Aussagen einiger lokaler Tourismusinformation gibt es jedoch in den Gewässern vor Fuerteventura sehr wohl verschiedene Haipopulationen. Immer wieder sichten Skipper und Touristen bei Bootsausflügen auf dem offenen Meer die charakteristische Schwanzflosse. Allerdings wird anhand der Größe der Schwanzflosse schnell klar, dass es sich dabei um kleine Haiarten wie zum Beispiel: Engelshaie, Hammerhaie oder Kleinzahn-Sandtigerhaie handelt. Diese Arten sind für den Menschen absolut ungefährlich. Die wenigen für den Menschen potenziell unangenehmen Haiarten (Weiße Haie, Bullenhaie, Tigerhaie) kommen in den kanarischen Gewässern nicht vor. Selbst die für den Menschen gefährlichen Haiarten greifen nicht absichtlich Menschen an sondern, wurden durch Eingriffe ins Ökosystem Meer aus ihrem natürlich Lebensraum vertrieben und sind deshalb in den Küstengewässern vor Kalifornien, Südafrika oder Australien auf Nahrungssuche. 

Genau genommen verhält es sich ohnehin längst andersrum: Der Mensch ist lebensgefährlich für den Hai! Viele Haiarten sind durch die Überfischung und zunehmende Gewässerverschmutzung akut vom Aussterben bedroht. Jedes Jahr ziehen Fischer weltweit Millionen (Millionen!) Haie aus dem Wasser. Um daraus Haifischflossensuppe zu machen (wohl gemerkt nur aus Flosse!). Massen von Hauen landen erbärmlich als Beifang im Netz.