Gibt es Haie rund um Fuerteventura?

Haie in den Gewässern vor Fuerteventura? Wirklich? Fuerteventura Urlauber sind zumeist verstört, wenn sie hören, dass Haie vor der Küste Fuerteventuras keine Seltenheit sind. Da die Kanarischen Inseln mitten im Atlantik liegen, ist dies erstmal wenig überraschend.

Weltweit gibt es über 400 verschiedene Haiarten. Hiervon wurden bereits 55 verschiedene Arten vor der Küste Fuerteventuras gesichtet und zweifelsfrei identifiziert. Hierzu gehören unter anderen der Engelhai (Squatina squatina), der Hammerhai (Sphyrna mokarran) und der Schildzahnhai (Odontaspis ferox). Einige von den identifizierten Arten kommen zwar auch in Küstennähe vor, aber nur äußerste selten verirrt sich ein Tier in Strandnähe. Aus diesem Grund sind Begegnungen zwischen Mensch und Hai vor Fuerteventura jedoch äußerst selten. Fragt man am Pier von Corralejo oder Costa Calma Taucher hört man häufig Berichte, dass sie schon einmal einem  “harmlosen” Engelhai begegnet sind. Feine Sandstrände bilden nämliche die Kinderstube der bis zu 1,5 m langen Haie, die aufgrund ihrer platten Körperform eher an einen Rochen erinnern.

Sicherer Badespaß auf Fuerteventura trotz Haien

Die meisten Fuerteventura Urlauber kommen wegen der traumhaften Strände auf die Insel. Die Tatsache, dass es Haie nachweislich gibt, trübt aber den Badespaß nicht. Denn bislang wurde noch kein einziger Hai-Angriff an der Küste Fuerteventuras gemeldet. Die berüchtigten Meeresbewohner halten sich offensichtlich in größeren Tiefen auf und kommen nicht in Strandnähe. Und um eins noch einmal zu betonen: Die für den Menschen potentiell gefährlichen Arten, wie zum Beispiel der berühmt berüchtigte Weiße Hai, kommen in den Gewässern rund um Fuerteventura nicht vor. Insgesamt ist es also relativ unwahrscheinlich, dass ihnen beim Schwimmen in strandnähe ein Hai begegnet. Das liegt auch daran, dass die Haie in der Regel auch nicht unbedingt scharf auf eine Zusammentreffen mit ihnen sind…

Haie sind durch Überfischung Opfer, nicht Täter

Spricht man mit Hai-Experten ist das Verhältnis zwischen Mensch und Hai ohnehin eher umgekehrt. Der Mensch ist der Jäger und der Hai der Gejagte. Weltweit enden Haie als Beifang im Netz oder werden einzig und allein wegen ihrer Flossen getötet. Auf den Kanarischen Inseln sind Haie geschützt. Seit 2009 steht der für Menschen ungefährliche Engelhai unter strengem Schutz. Lokale Naturschutzverbände setzen sich für den Schutz der Art ein und fordern eine bessere Aufklärung der Touristen über die sensible Unterwasserwelt vor Fuerteventura. Früher war diese Haiart im Atlantik weit verbreitet. Durch Überfischung - hier insbesondere als sogenannter Beifang - sind die interessanten Meeresbewohner mittlerweile überall stark zurückgegangen. Die Kanarischen Inseln sind einer der letzten Rückzugsgebiete. Für einen erfolgreichen Schutz muss aber unbedingt mehr über das Verbreitungsgebiet und Lebensbedingungen herausgefunden werden.

Sollten Sie also beim Tauchen einen der gefährdeten Engelhaie sichten, können Sie das bei einer örtlichen Naturschutzorganisation melden - zum Beispiel dem Angel Shark Project - und mehr zum Wissen über die Tiere beitragen. Deshalb ist unser Tipp: Warum verbinden Sie nicht Ihren Fuerteventura-Urlaub mit einem Segel- oder Schnorchelausflug und entdecken den Artenreichtum und die Meeresbewohner selbst? Die einzigartige Unterwasserwelt Fuerteventuras lässt sich zum Beispiel auf dem Katamaran inklusive Schnorchelstopp oder am besten gleich auf einem Tauchausflug im Süden der Insel erkunden. Fazit: Das einzige was Sie auf Fuerteventura zu fürchten haben, sind Immobilienblasen und Kredithaie.