Piraten auf Fuerteventura

Fuerteventura und Schifffahrt - das passt zusammen wie Alpen und Ski, Oktoberfest und Bier. Zur Kolonialzeit im 15. und 16. Jahrhundert hieß das eigentlich auch immer - Piraten an jeder Ecke. Lieblings Reiseziel der Piraten war zu jener Zeit:  Ajuy auf Fuerteventura und dort vor allem der sagenumwobene Strandabschnitt Playa de los muertos - Der Strand der Toten. Mehr dazu später - jetzt genug gesonnt! Schuhe an, Säbel geschnappt den Papagei entstaubt und danach ab zu den Piratenhöhlen.

Piratenbucht am schwarzen Strand - Playa de los muertos

Die geographisch günstige Lage von Fuerteventura ließ zur Kolonialzeit im 15. Jahrhundert nicht nur die Handelsflotten der Spanier, Engländer und Niederländer in der Region aufblühen, sondern sorgte auch bei den Piraten für fette Beute. Heute kann man nicht nur nach wie vor tolle Bootsrundfahrten als Ausflug auf Fuerteventura  unternehmen sondern gleichzeitig auch die Geschichte der Piraten hautnah wiedererleben.

Die Piraten waren übrigens eher nicht die Gentlemen, die man aus den großen Hollywood-Streifen kennt. Die blutrünstigen Piraten waren berüchtigt und brandschatzten und überfielen die Dörfer auf Fuerteventura häufig. Betancuria und Ajuy waren häufige Ziele dieser Raubzüge. Auch zahlreiche Ureinwohner Fuerteventuras - die Guanchen -  wurden am schwarzen Strand “Playa de los muertos” gefangen genommen und als Sklaven verkauft. Der schwarze Sandstrand lädt trotz blutiger Vergangenheit - oder vielleicht gerade deswegen- zum Erkunden ein und bietet mit dem Kontrast des türkisen Meeres und dem Vulkanstrand ein tolles Fotomotiv.

Schatzsuche in den schwarzen Höhlen von Ajuy

Die nordwestliche Küste von Fuerteventura bot mit seinen zahlreichen Höhlen und Buchten schon damals einen idealen Rückzugsort für die berüchtigsten Meeres-Banditen. Vor allem die Höhlen von Ajuy waren ideale Verstecke für Gold, Diamanten und natürlich - Rum.

Die Höhlen von Ajuy sind optimal zu erreichen - naja zumindest heute. Mal ehrlich sonst hätte man da ja nicht seine Schatztruhe mit seinen Gold-Dublone versteckt - duhh.  Die Wege, und Treppen zu den Höhlen in Ajuy sind toll angelegt, man kann dort Prima rumklettern und es fühlt sich an wie ein abenteuerlicher Tagesausflug. Die Fluch der Karibik Musik im Ohr,  will man immer tiefer in die schwarzen Höhlen von Ajuy eintauchen - bis zu 600 Meter ins Landesinnere erstreckt sich das Höhlensystem.

Bevor die Piraten an der Küste von Fuerteventura ihre Schätze verstauten, wurden einige der Höhlen von Ajuy übrigens als Kalkbrennereien genutzt. Auf dem Weg zu den Schwarzen Höhlen von Ajuy kannst du die stillgelegten Bergwerke besichtigen und dir erklären lassen, wie das Gestein über Rutschen - die kann man noch heute sehen - auf die riesigen Handelsschiffe verfrachtet wurden.

Ausflugstipp - Piraten Bootstour für Groß und Klein

Wie Du also vielleicht schon gemerkt hast - Ajuy bietet dir auf Fuerteventura nicht nur einen unvergesslichen Strandbesuch mit krasser Kulisse, sondern Geschichte und Abenteuer zum selbst erleben. Besonders mit Kindern, kann ich die Schwarzen Höhlen von Ajuy empfehlen. Ob Groß oder Klein, man fühlt sich gleich wie ein echter Leichtmatrose auf der Suche nach dem großen Goldschatz - Abenteuer pur! Und das auch noch for free! Auch hier gibt es die putzigen Atlashörnchen zu entdecken und außerdem kann man in der kleinen Stadt Ajuy am schwarzen Strand mit den süßen kleinen Booten Eis futtern und sich ausruhen. Bevor es zu unserem Ausflugstipp geht!

Unser Ausflugstipp  ist die Tour mit einem echten Piratenboot zur Pedra Sartana. Spaß für die ganze Familie garantiert - Da darf auch der Papa mal auf Pirat machen und sich die Augenklappe überstreifen.