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Morro Jable auf Fuerteventura

Morro Jables Aufstieg vom Fischerdorf zur Kleinstadt erfolgte in drei Schritten. Morro Jable war vor gut 50 Jahren ein kleines Fischerdorf im Schutze der Klippen. Die Fischer von Morro Jable wählten den Ort mit Bedacht: Der Südosten der Küste Fuerteventuras bietet zum einen ruhiges Fahrwasser, da der Punta de Jandía den Südosten vor großen Wellen abschirmt. Zum anderen bilden die Klippen, auf denen heute die Kirche, einige flache Privathäuser und schöne Pensionen stehen, eine natürliche Barriere gegen starke Winde. Morro Jable war durch seine Topographie der ideale Ort, um Boote ins Wasser zu lassen. Vielleicht wäre Morro Jable auch heute noch ein verschlafener Ort auf Fuerteventura, so wie Cofete, wenn nicht vor 40 Jahren 'gleich nebenan' der erste Robinson Club entstanden wäre. 'Nebenan', weil nordöstlich vom kleinen Naturhafen schliesst sich der kilometerlange sehr breite Sandstrand von Jandía an. Als die Robinson-Gründer auf die Insel kamen, war dieser Strand menschenleer. Im Rücken des Sandstrandes liegt das knapp 800 Meter hohe Bergmassiv von Jandía, dessen Hänge steil emporragen und sich fast bis zum Punta de Jandía am Südostzipfel fortsetzen. Sie sind der übriggebliebene südliche Rand eines mehrere Kilometer großen Vulkankraters, dessen nördliche Hälfte vor gut 10 Millionen Jahren im Atlantik versunken ist.

Diese traumhafte Lage mitten im nichts in Verbindung mit dem milden Klima im Winter, dem warmen Frühling und Herbst und dem tropischen Sommer, war nicht nur für die Gründer verführerisch, sondern auch für Neugierige, die jetzt erstmalig im Süden Fuerteventuras eine Bleibe hatten. Der Toursimus im Süden Fuerteventuras war geboren und weitere Hotels, die sich vorwiegend am Hang der Berge nördlich vom Naturhafen ansiedelten, folgten. Sie begründeten den Hotel-Urlaubsort Jandía, der vor den Toren Morro Jables liegt. Das war der erste Schritt. Der zweite Schritt war dann nur logisch: Die Inselregierung baute eine Schnellstraße in den Süden, was den Ort Jandía und das Örtchen Morro Jable noch attraktiver machte, da sie jetzt innerhalb von zunächst 90 Minuten, und heute gut 70 Minuten zu erreichen sind. Der dritte Schritt war schlussendlich der Ausbau des Hafens im Süden Morro Jables. Die Fred Olsen Line fährt im Pendelverkehr mit durchaus beeindruckenden Schnellfähren nach Gran Canaria, das sich bei guter Sicht am Horizont abzeichnet.

Die Atmosphäre in Morro Jable

Morro Jable ist trotzdem ein gemütlicher Ort geblieben. Morro Jable schmiegt sich in eine Senke, eingerahmt vom Kraterrand, den Klippen im Osten und einem großen Felsvorsprungs im Südwesten. Die Klippen im Osten trennen Jandía und Morro Jable, der Felsvorsprung im Südwesten trennt Morro Jable vom neuen Hafen. Wer im Dorf unterwegs ist, bekommt vom Hafen nichts mit, und umgekehrt. Hübsche, weniger hübsche, bunte, weiße, neue und paar alte Häuser säumen die Hänge, mit vielen Palmen und kleinen Parks dazwischen. Sie rahmen die drei parallelen Einkaufsstraßen ein, die bergab auf die Promenade mit Restaurants und Bars zulaufen. Die Promenade von Morro Jable trennt das Dorf vom feinen Sanstrand und führt in Schlangenlinien am Wasser entlang bis nach Jandía. Das ist zwar alles irgendwie touristisch, aber man merkt, dass die spanischen Einwohner in Morro Jable deutlich die Oberhand haben. Morgens werden die Kinder in die Schule gebracht, Läden für den täglichen Bedarf öffnen zu kanarischen Zeiten, der Steuerprüfer grüßt den Frisiersaloninhaber. Morro Jable ist spanisch.

Aktivitäten und Sehenswürdigkeiten in Morro Jable

Morro Jable selbst bietet trotz der begrenzten Grundfläche, die das kleine Tal ermöglicht, eine Menge Aktivitäten und Sehenswürdigkeiten für Urlauber. Sehenswert ist der Hafen von Morro Jable und das in vielerlei Hinsicht. Erstens liegt hier die Schildkrötenaufzuchtstation. Aufopferungsvoll leben hier einige der Karetta Karetta Schildkröten (ja, wirklich zweimal Karetta), um den Fortbestand der Tiere an der Westküste zu sichern. Die Eier werden jenseits des Bergmassivs von Jandía am gut 10 kilometerlangen Sandstrand von Cofete eingegraben, da dieser durch seine Abgeschiedenheit gute Bedingungen für ein erfolgreiches Überleben der Tiere bietet. In der Aufzuchtstation können Sie mehr über dieses geförderte Naturprojekt erfahren. Zweitens können Sie im Hafen von Morro Jable die beeindruckenden Rochen besuchen, die im Hafenbecken auf die anlandenden Fischerboote warten. Die Tiere kommen freiwillig vom offenen Meer in die Hafenanlage hereingeschwommen und sind ziemlich neugierig, wenn Sie an der Kaimauer stehen und ins klare Wasser blicken. Drittens lohnt sich für die, die Fernweh haben, auch einmal der Fähre bei Auslaufen zuzugucken. Die riesigen Katamarane sind nicht nur für Kinder interessant.

Eine weitere Sehenswürdigkeit sind die Salzwiesen von Jandía, die Sie problemlos zu Fuss von Morro Jable aus erreichen können. Folgen Sie einfach der Promenade in Richtung Nordosten und halten Sie auf den Leuchtturm von Jandía zu. Zwischen dem breiten Sandstrand von Jandía und dem Fahrradweg an der Straße liegen die geschützten Salzwiesen. Sie sind die Heimat für verspielte Atlashörnchen, die hier gerne in der Mittagshitze Luftsprünge machen oder sich gegenseitig Essen abjagen. Sie können auf soliden Holzstegen über die Wiesen gehen und an einem Strandabschnitt ihrer Wahl in einem der Strandcafés einen Café con Leche mit Blick auf den Atlantik genießen. Der Spaziergang am Strand ist im Sommer morgens oder abends empfehlenswert, wenn der Wind und die Sonne nicht so stark sind. Sie kommen auf dem Weg von Morro Jable nach Jandía auch am Robinson Club vorbei, der hier immer noch sehr exponiert direkt am Stand liegt.

Neben den Sehenswürdigkeiten gibt es natürlich auch noch eine Reihe von Aktivitäten, die Sie im Nachbarort Jandía oder vom Hafen in Morro Jable aus unternehmen können. Sie können vom Parasailing über Segel- und Windsurfkurse bis zum Schnorcheln alles unternehmen, was die Insel hergibt. In Morro Jable gibt es zudem eine gute Wellenreitschule, falls Sie beabsichtigen im Urlaub Wellenreiten zu lernen oder SUP zu paddeln. Vom Hafen aus starten eine Vielzahl von Bootsausflügen, die Sie zu den Walen, Meeresschildkröten und Delfinen bringen, oder ihnen den Raum geben, Fuerteventura vom Atlantik aus zu betrachten. Viele der Bootsausflüge führen Sie entlang des Parque Natural de Jandía an der zackigen Südküste in Richtung Punta. Dabei können Sie zwischen Glasbodenbooten zur Unterwasserwelt-Observation und Segelbooten zum Überwasser-Geniessen wählen. Mehr dazu finden Sie zum Beispiel hier auf der Ausflugsseite für Bootsausflüge.

Sehenswürdigkeiten rund um Morro Jable

Morro Jable ist ebenso ein guter Ausgangspunkt für eine ganze Reihe von Aktivitäten und Ausflüge auf der Halbinsel Jandía. Sehenswert sind das Kap am Punta de Jandía, dem Südzipfel Fuerteventuras, das Dorf Cofete mit der Villa Winter auf der Westseite der Insel und die Lagune von Sotavento nordöstlich von Morro Jable; allesamt ca. 30 Autominuten von Morro Jable entfernt. Was bedeutet jetzt schlussendlich dieser Aufstieg vom Fischerdorf zur Nachbarstadt des Touri-Ortes Jandía innerhalb von 50 Jahren? Ich habe lange in Morro Jable gelebt und das normale Stadtleben sehr gemocht. Es gibt in einem Radius von 30 Kilometern viel zu entdecken und auch im Ort selbst, ist es kuschelig. Ich habe morgens vor der Hitze im Sommer immer mit meinem damals 8 Monate alten Sohn auf dem Schoß auf den Riffen am Fuße der Klippen gesessen und zugeguckt, wie der Ort aufwacht. Wer sich eine Pension oder ein kleines Hotel im Ort bucht, wird es nicht bereuen. Denn Morro Jable bietet viel, ohne ein ausgedachter Touri-Ort zu sein.

Ein Hinweis zu guter Letzt: Wenn Sie eine individuelle Unterkunft in Morro Jable suchen, vermittelt Ihnen das Team vom OTRO MODO Surfcamp auch gerne Appartements und Ferienwohnungen in Morro Jable.