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Cofete ist der einsamste Ort Fuerteventuras

Schon allein die Anreise nach Cofete ist mehr als abenteuerlich. Hinter Morro Jable, dem beliebten Urlaubsort im Süden Fuerteventuras, wird aus der gut ausgebauten Küstenstraße eine holprige Piste. Für die 20 Kilometer von Morro Jable nach Cofete sollte man sich Zeit nehmen.

Der einsamste Ort Spaniens

Insbesondere, wenn Sie die Kaution für ihren Mietwagen zurückhaben wollen. Zum Teil kommt man nur im Schritttempo voran. In Cofete angekommen, macht sich erstmal Verwunderung breit. Hier wohnt jemand? Nur 15 Häuser oder vielmehr Hütten zählt das Dorf, welches es offiziell eigentlich gar nicht mehr gibt. Ausser einer kleinen Bar gibt es keine Geschäfte oder andere Infrastruktur. Dafür eine Menge Wind und der tosende Atlantik direkt vor der Haustür. Und gerade diese einzigartige Atmosphäre und die atemberaubenden Natur machen Cofete so besonders.

Ein Ausflug lohnt sich schon wegen des Traumstrandes “Playa de Cofete”. Der rund 10 Kilometer lange Sandstrand steht unter Naturschutz und ist frei von hässlichen Hotelbauten. Natur pur! Im Hintergrund erhebt sich Fuerteventuras höchster Berg, der Pico de la Zarza. Mit 807 Meter Höhe ist er nicht gerade ein Riese, aber vom Strand aus bietet sich ein beeindruckender Anblick auf das Bergland von Jandia. Dieses säumt einen großen Teil der Küstenlandschaft und bildet zusammen mit dem tiefblauen Atlantik eine wahnsinnige Kulisse. Aber auch wenn der Strand noch so verlockend aussieht, sollten Sie vom Baden Abstand nehmen. Die Strömungen und der zumeist hohe Wellengang sind einfach zu gefährlich.

Was es sonst noch rund um Cofete zu sehen gibt

Was man auf dem ersten Blick gar nicht glauben mag, aber im 19. Jahrhundert war Cofete noch ein echtes Dorf. Die umliegenden Ländereien wurden als Weidegebiet genutzt und die Halbinsel Jandia beherbergte eine ganze Reihe von Bauernhöfen. Aber mehrere Dürrejahre machten der Landwirtschaft den Garaus. Viele Familien wanderten ab und nur noch wenige Ziegenhirten lebten in der unwirtlichen Gegend. Heute zeugt der alte Friedhof in der Nähe des Strandes von der etwas belebteren Vergangenheit. Neben den Einheimischen haben hier auch von der hohen Brandung angespülte Ertrunkene ihre letzte Ruhe gefunden.

Eine weitere Legende, die unteilbar mit der Halbinsel Jandia und Cofete verbunden ist, rankt sich um die Villa Winter. Das seltsame Gebäude eines Deutschen Auswanderers ist Ausgangspunkt für zahlreiche Legenden und Geschichten. Während des 2. Weltkriegs sollen hier Deutsche U-Boote in einem unterirdischen Bunker aufgetankt haben. Und dann gibt es noch einen versteckten Goldschatz, den natürlich bisher noch keiner gefunden hat... Besonders spektakulär ist eine Wanderung von Morro Jable nach Cofete. Die rund 14 Kilometer lange Tour führt einmal quer über die Halbinsel Jandia. Vom höchsten Punkt, einem 350 Meter über dem Meeresspiegel gelegenen Pass, bietet sich ein grandioser Ausblick über den Südzipfel Fuerteventuras. Die Einsamkeit der kargen Berglandschaft und das wahnsinnige Panorama machen diese Wanderung zu einem einmaligen Erlebnis.

Fazit: Für einen Ausflug an den südwestlichsten Punkt Fuerteventuras lohnt es sich ordentlich Zeit einzuplanen. Zum einen gibt es eine Menge zu sehen und zum anderen sind die Wege zwar nicht weit, aber aufgrund der Straßenverhältnisse dauert es hier alles ein wenig länger. Ein Höchstmaß an Entschleunigung bedeutet der Besuch in Cofete. Hektik ist hier unbekannt und eine Wanderung am herrlichen Strand ist Entspannung pur!